Maskenball

Jack feierte seinen berühmtberüchtigten Maskenball. Alle waren dazu eingeladen. Jeder riss sich um dieses Event. Wenn Jack einlud, dann wusste man es wird ein Abend den du nicht so

schnell vergisst. Und man lässt besser sämtliche Hemmungen zu Hause. Christian lud mich zum Ball ein. Ich hatte ihn im Leagons kennengelernt, Jack machte uns bekannt. Dunkle Haare, dunkler Teint und ein Lächlen das Herzen brechen konnte. Er holte mich ab in einem dunkelroten, langen Kleid das schwarze Spitze über der Seide hatte. Es war fast bis zur Hüfte hochgeschlitzt und schulterfrei. Meine Haare trug ich hochgesteckt und meine Maske war viktorianisch-verschnörkelt und aus schwarz gefärbten Metall. Christian trug einen eleganten maßgeschneiderten Anzug und schien sichtlich beeindruckt „Oh Wow! Du siehst sagenhaft gut aus!“ „Danke“ erwiderte ich lächelnd und stieg in seine Limousine. Nach ungefähr einer Stunde fahrt und dem gewohnt lockeren Small-Talk kamen wir an der Location an, Jack hatte nicht zu viel versprochen. Schon von Weitem war das Äußere der Landhausvilla völlig überwältigend und im Inneren war es nicht viel anders. Es war prunkvoll und pompös. Die Kellnerinnen trugen ein Hauch von nichts was den Männern sichtlich sehr gefiel. Jack Huntington wusste wie man ne Party schmiss. Christian holte uns was zu trinken und ich sah mich um. Ich erblickte ihn sofort. Einen 2-Meter großen Wikinger erkannte man auch mit Maske.

Er sah mir direkt in die Augen und ging langsam auf mich zu. Er hatte eine ebenso blonde und großgewachsene Blondine dabei. Ich hatte noch nie solche langen Beine gesehen. Er begrüßte mich mit einem Küsschen auf die Wange „Hey Babe, du siehst atemberaubend aus“. „Danke“ ich freute mich aufrichtig über das Kompliment. „Wer ist deine bezaubernde Begleitung?“ fragte ich deutlich weniger aufrichtig. Ich strahlte sie an, auch wenn ich ihr lieber ihre Giraffenbeine gebrochen hätte. „Ich bin Sabrina, hi“ sie strahlte zurück. Christian kam zurück in der Hand zwei Drinks und wir verabschiedeten uns wieder von den beiden. Den Drink konnte ich jetzt auch gut gebrauchen. Wir setzten uns auf eine der zahlreichen Vintage-Cheselons und unterhielten uns ein bisschen. Christian war toll. Er gefiel mir ganz gut und wir konnten uns gut unterhalten. Ihm ging es offensichtlich genauso, denn ich spürte seine Blicke wenn ich mich umdrehte und er wollte mich berühren so oft wie möglich. „Lass uns ein bisschen tanzen“ er streckte mir Gentleman-like die Hand entgegen und ich ergriff sie. Meine Blicke schweiften immer wieder auf Cade und Sabrina. Sie tanzten eng umschlungen und ihre Hand wanderte auf seinen Hintern. Er küsste ihren Giraffenhals und ich konnte regelrecht spüren wie er scharf wurde. Ich war eifersüchtig, so eifersüchtig wie lange nicht mehr. „Was läuft da zwischen euch?“ seine Frage riss mich aus meinen Gedanken. Ihm war nicht entgangen, dass ich nicht aufhören konnte die beiden zu beobachten. „Wie ein Verkehrsunfall“ dachte ich. „Nichts. Wir hatten mal eine Affäre.“ ich lächelte ihn an. „Ok, dann kann ich das hier tun“ er zog mich fest an sich, nahm mein Gesicht in seine Hände und küsste mich leidenschaftlich. Ich war überrascht, er war ein wirklich guter Küsser. So gut, dass ich für einen Moment die zwei Giraffen vergessen konnte. Er strich mit seiner Hand meinen Nacken entlang, meine Wirbelsäule hinunter und ließ sie auf meiner Hüfte ruhen. Oh, auch er wusste wie man Gänsehaut verursachte. Cade war plötzlich nur noch ein böser Traum. „Na erfolgreich abgelenkt“ fragte er mich nachdem wir wieder Luft geholt hatten. „Oh ja“ grinste ich und meinte es ernst. „Lass uns setzen und was trinken“ wir gingen zurück auf das Cheselon, tranken, unterhielten uns und lachten. Er war wirklich interessant und keinesfalls so ein Schnösel wie man vielleicht vermutete. Ein Anwalt, Wirtschaft, verdiente viel Geld, aber arbeitete auch sehr viel. Basketball ist seine Leidenschaft, genauso wie Segelboote. Sein Muttermal über der Augenbraue faszinierte mich total, langsam fuhr ich mit den Fingerspitzen darüber. „Sexy, ich weiß“ zwinkerte er. Ich musste lachen, dann zog ich ihn zu mir und wir küssten uns dabei glitt seine Hand an meinem Bein entlang zu meinem Oberschenkel hinauf. Er küsste mein Ohrläppchen, mein Nacken, meine Schulter. Ich lehnte mich zurück und er kam näher „Was hältst du davon wenn wir verschwinden?“ er kam schnell zur Sache. „Ich verschwinde erstmal auf die Toilette, hol du uns doch noch was zu trinken“ säuselte ich ihm ins Ohr. So einfach war ich nicht zu haben. Ich öffnete die Tür zu einem der Badezimmer und dachte mich trifft der Schlag. Der Wikinger und die Blonde. Er vögelte sie völlig ungeniert auf dem Waschbecken. Ihre 1,50 langen Beine schlängelten sich um seine Hüften und sein Gesicht verschwand in ihrem Dekolleté. Sie sahen beide erschrocken zu mir auf und ich machte auf dem Absatz kehrt zog die Tür hinter mir zu und musste erstmal einen Moment innehalten um die Szene zu verdauen, die sich da gerade vor mir abgespielt hat. Mein Herz raste. Ich hasste ihn. So sehr. Zurück bei Christian beschloss ich, es wäre genau der richtige Moment zu gehen „Lass uns gehen“ rief ich ihm zu „Gerne“ er grinste als hätte er ein Preis gewonnen „ich hole den Wagen, bis gleich“ „Ich meine Tasche wir treffen uns draußen“ der Versuch zu lächeln ist kläglich gescheitert. Während ich auf meine Tasche wartete versuchte ich mich immer wieder zu ermahnen nicht so gefühlsduselig zu sein. Ich wusste worauf ich mich eingelassen hatte mit Cade. Ich wusste es. Und plötzlich stand er vor mir „Du gehst?“ er fragte es so unschuldig, man wäre nicht auf die Idee gekommen, ich hätte ihn grad im Bad in flagranti erwischt. „Wann lernst du eigentlich endlich mal die Türen abzuschließen?“ ich war genervt und sauer. Er ignorierte die Frage „Komm schon, bleib hier der Abend hat ja noch nicht mal angefangen“ säuselte er zuckersüß. Ich war fassungslos „Und trotzdem hast du schon das erste Flittchen auf dem Klo gefickt“ zischte ich ihn an. Die Garderobiere schaute mich erschrocken an. Cade schmunzelte, ihm gefiel diese Situation sehr „Ach Cat komm schon“ er zog mich an sich „du klingst als wärst du eifersüchtig. Du hattest mit diesem Typ doch auch deinen Spass, oder?“ Schlagartig spürte ich seine Hände überall. Er küsste mir den Nacken, die Schulter und presste dann seine Lippen auf meine. Ich stieß ihn angewidert zurück „Das ist nicht dein Ernst, lass mich los und verzieh dich“ Ich versuchte mich aus seinem Griff zu lösen und es gelang mir schließlich auch. „Cat, Babe, was zur Hölle ist denn dein Problem?“ schrie er vermutlich lauter als beabsichtigt. Ich war so wütend auf ihn und auf mich und auf Blondie. „Du bist so ein Arschloch, Cade. Vor nicht mal 10 Minuten hast du noch in ihr gesteckt und nun denkst du ich mach für dich die Beine breit? Du hast echt Nerven.“ „Jetzt stell dich nicht so an ich wollte mit dir herkommen. Ich hab dich gefragt und du hast mir wegen diesem Idioten ein Korb gegeben.“ seine Stimme klang gar nicht mehr so fest. „Achso, deshalb hast du diese Tussi angeschleppt. Du hast nicht ertragen das ich „Nein“ zu dir gesagt habe? Zu Cade Foster sagt man für gewöhnlich nicht „Nein“.“ kopfschüttelnd drehte ich mich um. Ich hatte nicht bemerkt das Christian schon lange wieder hier war. Er hatte die Szenerie von Anfang an beobachtet „Ich ruf dir ein Taxi. Ich dachte ihr hättet nur eine Affäre, keine Beziehung. Es ist wohl besser Ich lass Euch alleine“ „Christian, wir sind nicht…“ ich konnte leider den Satz nicht mehr beenden, Cade fiel mir ins Wort „schon gut, verpiss dich, ich fahr sie heim“ Ich dachte ich hörte nicht richtig „DU fährst mich nirgendwo hin, Arschloch.“ Ich rannte hinaus und versuchte Christian noch zu erwischen, er wollte gerade in seine Limo steigen. „Christian es tut mir leid. Cade ist ein Arsch, ich….bitte bleib“ entschuldigte ich mich bei ihm. Er schien sichtlich unbeeindruckt „Es ist besser ihr klärt das. Machs gut, Cat“ und mit diesen Worten fuhr er davon. Ich ging zurück ins Haus. Die Partys finden immer an geheimen Orten statt und Taxen fahren hier leider nicht. Ich entschied das Cade mich heimfahren musste. Das ist er mir schuldig. Ich fand ihn an der bar. Wo sonst? „Hey“ ich setzte mich neben ihn an den Tresen. „Du musst mich nach Hause fahren. Christian ist weg. Vielen dank dafür!“ ich klang leider nicht mal halb so wütend wie ich eigentlich war. Ich hatte keinen Bock mehr auf die Spielchen. „Tut mir leid Cat, ich wollte nicht das dein Abend so endet.“ er heuchelte tatsächlich Mitleid. „Ach komm, erzähl mir keinen Scheiss, fahr mich einfach nach Hause. “ Meine stimme zitterte. Ich war müde. Müde und traurig, Tränen stiegen mir in die Augen. Ich wollte nicht das er es sieht und stand auf um auf die Toilette zu laufen aber zu spät. Er sah es und er hielt mich am Arm fest „Kleines, es tut mir leid. Ich weiß ich habs verbockt. Bitte bleib, bleib bei mir.“ Er schaute mich an mit einem Blick für den ich ihn hasste und mit dem er mich immer wieder weichkochte. „Tanz mit mir, bitte. Der Abend muss nicht so zu Ende gehen. Ein Tanz und wenn du danach gehen möchtest, fahr ich dich wo hin du willst.“ „Ok“ willigte ich ein „ein Tanz“. Natürlich blieb es nicht bei einem Tanz. Er entschuldigte sich noch einmal und ich glaubte ihm. Ich legte meinen Kopf an seine Schulter und so tanzten wir noch einige Minuten. Bis Jack auftauchte „Na ihr beiden, ich hab ein Zimmer für Euch, Nummer 41, viel Spaß.“ strahlte er uns an und überreichte den Schlüssel. „Wieso hast du für uns einen Schlüssel? Wir kamen beide mit jemandem anderen“ fragte ich und nahm ihn entgegen. „Intuition“ grinste er und drückte mir ein Küsschen auf die Wange. „Was ist das für ein Zimmer?“ fragte ich Cade. „Er hat für ausgewählte Gäste ein Zimmer einrichten lassen, es handelt von einem bestimmten Thema, das lang ersehnte Wünsche erfüllen soll, oder das eine Geschichte erzählt über das Paar, dass dort übernachtet.“ erklärte er mir. „Ok, dann schauen wir uns mal das Zimmer an“ sagte ich und ging los auf die Suche nach Zimmer 41. Ich war sehr neugierig und mir blieb der fast die Luft weg, als wir die Tür öffneten. Überall Kerzen und Rosen. Eine wunderschöne Ausstattung im Kolonialstil und ein gedeckter Tisch warteten auf uns. Ein Buttler trat aus dem Schatten und begrüßte uns „Herzlich willkommen Mr. und Mrs. Foster in der Honeymoonsuite. Wenn sie sich bitte setzen würden, das Essen wird gleich serviert. „Er machte ein einladende Handbewegung und fügte hinzu „Ich bin Henry, ihr persönlicher Buttler. Wenn sie noch irgendetwas brauchen, dann rufen sie nach mir“ ich wollte ihn korrigieren was die Anrede betraf, erkannte aber, dass es wohl zum Spiel dazu gehörte. Jack wollte uns wohl verheiraten. Ich setzte mich und bekam beiläufig mit, dass Henry Cade etwas überreichte. Er setzte sich mir gegenüber und wir verspeisten ein wirklich großartiges Menü. Es war schön, alles passte. Wir lachten, redeten und flirteten. Irgendwie schaffte er es immer wieder mir das Hirn zu vernebeln und mich um den Finger zu wickeln. Hoffnungslos. Meine Wut von vorhin war verflogen, ich genoss einfach nur das jetzt. Was, wenn mir nichts anderes übrig bleibt? Wenn ich niemals etwas anderes von ihm bekommen konnte. War mir das wirklich genug? Noch ehe sich meine Zweifel festigen konnten, wurde das Dessert serviert. Schokofrüchte. Er fing an mich damit zu füttern, beugte sich zu mir und küsste mich. Ich küsste zurück. Das Essen, die Atmosphäre, sein blendendes Lächeln und den vertrauten, wohligen Duft den er verströmte. Ich schmolz dahin. Er entließ Henry aus unseren Diensten und brachte mich ans Bett. Er hört nicht auf mich zu küssen. Wir verbrachten eine wunderbare Nacht miteinander. Ich schlief dicht an ihn eingekuschelt ein und für eine Nacht war alles vergessen. Leider geht auch die einmal vorbei und die Sonne strahlte mir beim Morgengrauen unbarmherzig ins Gesicht. Sie brachte auch all die Erinnerungen an den vergangen Abend zurück. Ich löste mich aus seiner Umarmung, schnappte mir mein Kleid und ging ins Bad. Ich zog mich an und beabsichtigte einfach zu verschwinden. Aber ich hatte mir das ohne Cade ausgedacht. „Wo willst du hin“ fragte er mich überrascht. „Nach Hause.“ antwortete ich ihm trocken. Ich griff nach meinen Schuhen und sah eine keine Schachtel auf dem Boden. Mir war sofort klar, was für eine Schachtel das ist, es war eine mit einem Ring darin. Ich stand da und öffnete sie. Er war wunderschön. Ein schlichter Ring aus Platin mit einem Diamanten, so groß, wie ich ihn noch nie gesehen hatte „Der ist von Jack oder? Der Buttler hat ihn dir zugesteckt gestern Abend.“ Den Versuch ihm in die Augen zu sehen schlug fehl, er wich meinem Blick aus. „Keine Sorge, ich will ihn nicht.“ Ich war sauer. „Nicht von dir“. Ich schlupfte in meine Schuhe und ging aus der Tür. „Warte, Cat!“ rief er mir hinterher. Er stand plötzlich hinter mir, griff nach meiner Hand und drehte mich um. Er war immer noch vollkommen nackt, aber das schien ihn nicht zu kümmern. Das weibliche Personal um uns herum war allerdings sehr angetan. „Was kann ich tun, damit du bleibst?“ er wusste es war seine letzte Chance. Ich sah ihm direkt in die Augen und antwortete nur „Oh Cade, wenn du das nicht weisst…“. Er wich meinem Blick erneut aus und ich wusste was das bedeutete. Mein Herz sprang in tausend Teile „Ruf mich nicht an, schreib mir nicht. Leb wohl“ ich küsste ihn auf den Mund, drehte mich um und ging. Er kam mir nicht hinterher. Ich hatte auch nichts anderes erwartet. Die Garderobiere bestellte mir ein Taxi und ich beschloss draußen zu warten. Ich setzte mich auf die Stufen des pompösen Eingangs und fing bitterlich an zu weinen. Ich weinte um seine Unfähigkeit jemand anderen zu lieben, außer sich selbst. Ich weinte um mich und die Dummheit immer wieder zu seinem Opfer zu werden. Jack tauchte neben mir auf „Er ist ein Idiot, er weiß das. Er kann nur nicht aus seiner Haut.“ er nahm meine Hand und drückte sie. Mein Taxi fuhr vor. „Danke für die Party“ bedankte ich mich noch und stieg in mein Taxi. Ich wollte einfach nur noch weg.

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Es ist die Art wie er mich ansieht, mich anlächelt und nur Augen für mich hat. Als wäre ich ein Wunder, ein helles, strahlendes Licht. Als wäre ich alles was er zum Leben braucht. Er sucht meinen Blick und mein Lächeln. Ohne verlässt er nicht den Raum. Ohne dieses stille Versprechen das zwischen uns alles gut ist. Das es immer gut sein wird, egal was passiert. Diese emotionale und sexuelle Spannung ist unbeschreiblich. Ich möchte seine Hände berühren und seine Lippen küssen. Und ich frage mich, möchte er es genauso sehr wie ich? Möchte er mich küssen? Ich stelle mir vor wie er um den Tisch kommt, mein Gesicht in die Hände nimmt und mich küsst. Lange und voller Leidenschaft. Wie es sich wohl anfühlt? Hätte er es schon längst getan, wenn ich anders aussehen würde? Ist es wirklich die Ehre und Moral die ihn davon abhält oder bin ich es? Will er mich vielleicht doch nicht so sehr wie es scheint. Vielleicht passiert alles nur in meiner Vorstellung. Vielleicht wünsche ich es mir so sehr, dass ich anfange Dinge falsch zu interpretieren oder mein Wunschdenken macht mehr daraus als es ist. Und plötzlich ist er eifersüchtig und sauer, weil er nicht der Mittelpunkt meiner Welt ist. Angeblich möchte er es auch nicht sein. Angeblich.